Kumato-Tomaten: F3-Saatgut zu vergeben

Letztes Jahr hatte ich ja zum ersten Mal die Kumatos angebaut. Mittlerweile denke ich, dass es sich doch um eine Hybridsorte handelt, die aber aus relativ ähnlichen Elternteilen zusammengekreuzt zu sein scheint. Das gute Dutzend F2-Pflanzen zeigte sich nämlich viel gleichförmiger, als ich es erwartet hatte. Farblich waren alle recht ähnlich, obwohl bei einigen Exemplaren die typische Zweiteilung in rot und grün-braun fehlte. Größeren Unterschiede lagen in der Vitalität der Pflanzen, in der Fruchtgröße und teilweise auch im Geschmack. Allen gemeinsam war jedoch die hohe Resistenz gegen Braunfäule im Vergleich zu Harzfeuer und den anderen Tomatensorten, die aufgrund ihres frühen Dahinsiechens keinen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Von den Kumatos konnte ich bis zu den ersten Frösten ernten und das trotz Freilandanbau.
Von sieben Pflanzen habe ich Saatgut genommen. Auswahlkriterien waren dabei an erster Stelle Vitalität, dann Geschmack und schließlich ‘Kumatoizität’. Da meine Anbaufläche doch etwas begrenzt ist und ich mich nicht nur von Tomaten ernähren möchte, könnte ich ein paar Saatgutportionen abgeben (kostenlos, versteht sich). Ich wäre dann sehr an den Anbauergebnissen interessiert und evtl. auch an Saatgut von vielversprechenden Pflanzen. Bei Interesse einfach einen Kommentar hinterlassen, die Anschrift aber besser per E-Mail/Kontaktformular. Für 10 Portionen sollte es wohl reichen.

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Waldgarten-Videos

Zu dieser Jahreszeit muss man sich wohl oder übel aufs Kopfgärtnern verlegen. Eine nie versiegende Quelle der Inspiration sind dabei die unzähligen Gartenvideos auf Youtube. Neben dem üblichen Unsinn finden sich auch einige wirklich interessante Videos, wie z.B. die folgenden über Waldgärten (alle auf Englisch):




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Wer kennt diese Pflanze?

Heute bin ich beim Brombeerensammeln auf ein kleines, unlängst gerodetes Waldstück gestoßen. Die natürliche Wiederbesiedlung hatte schon begonnen und unzählige heimische und Kulturpflanzen bedecken nun die Fläche, darunter auch Sonnenblumen, Ringelblumen und folgende Pflanze, die ich nicht benennen kann:

Leider hatte ich keine Kamera dabei, habe aber dieses Blatt und eine Frucht mitgenommen. Die Pflanze ist ungefähr einen Meter hoch und erinnert vom Wuchs her an eine Aubergine. Die Stengel sind (passenderweise) auberginefarben und auch die Samen, die sich lose in den stacheligen Früchten befinden, lassen an Aubergine denken. Meine Vermutung ist, dass es sich um ein Mitglied der Solanaceae (Nachtschattengewächse) handelt. Aber um welches?

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Zucchini in zwei Generationen anbauen

Die Zucchiniernte in vollem Gange und jeden Tag Zucchini auf dem Teller? Was ist da bloß zu machen? Genau, noch mehr Zucchini ansäen! Auch wenn gerade überhaupt kein Bedarf besteht: in nicht allzu ferner Zeit werden die ersten Mehltaupünktchen auf den Blättern erscheinen und unsere Helden der Produktion kommen aus der Puste; das Ende naht. Der umsichtige Gärtner sorgt daher bereits jetzt für Nachschub. Diese beiden Pflänzchen sollen die Lücke schließen und legen hoffentlich genau dann richtig los, wenn die erste Generation dahinsiecht. Zucchini blühen und fruchten sehr gut bis zu den ersten Frösten, mit einem Vlies geschützt sogar noch ein wenig darüber hinaus. Noch ist es nicht zu spät für die zweite Aussaat.

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Anleitung: Kürbis per Hand befruchten

Kürbisse kreuzen sich munter innerhalb ihrer Arten (Cucurbita maxima, C. pepo, C. moschata, usw.) und selten auch über Artengrenzen hinweg. Um sortenreines Saatgut oder die gewünschte Kreuzung zu erhalten, sollte man also auf Nummer sicher gehen und die Bestäubung per Hand vornehmen. Bei Kürbissen mit ihren riesigen Blüten macht sich das sehr einfach:

1. Geschlossene männliche und weibliche Blüte aussuchen:
Die weiblichen Blüten haben einen verdickten Stiel, quasi einen Minikürbis hinter der Blüte. Die männlichen haben demzufolge keinen Fruchtansatz und treten meistens auch häufiger auf.

2. Befruchter aussperren:
Am Abend bevor sich die Blüten öffnen, männliche und weibliche Blüte mit Malerklebeband, Gummiband, etc. an der Öffnung hindern, damit die weibliche Blüte nicht durch Insekten befruchtet und der männliche Pollen nicht geklaut oder verunreinigt wird.

3. Befruchtung vornehmen und weibliche Blüte verschließen:
Die männliche Blüte abpflücken und von den Blütenblättern befreien und den Pollen vorsichtig auf die Narbe der weiblichen Blüte verteilen. Die männliche Blüte dient dabei gleich als lebender Pinsel. Anschließend die weibliche Blüte wieder verschließen und in den nächsten Tagen auf Insektenbisse oder sonstige Öffnungen kontrollieren.

4. Markierung und Beschriftung nicht vergessen. Fertig!

Möchte man zwei Sorten miteinender kreuzen, ist es sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, welche Sorte, die männliche und welche die weibliche Blüte stellt. Ist beispielsweise die eine Sorte viel keimfreudiger und hat größere Samen, kann es sinnvoll sein, diese als Weibchen auszuwählen, weil die Früchte und Samen nach der Kreuzung ja noch voll dem üblichen Erscheinungsbild der Muttersorte entsprechen. Die F1-Generation hätte dann unter Umständen einen kleinen Startvorteil.
Andere Kriterien können Wüchsigkeit, Krankheitsresistenz oder auch einfach der Geschmack sein.

Wichtig ist, dass die Früchte vollreif geerntet werden. Man sollte also nicht erst im September mit der Kreuzung beginnen. Auch eine einmonatige Nachreife bei Zimmertemperatur verbessert die Keimfähigkeit des Saatguts.

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